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Tibeter in der Schweiz

Pasang Dagpa - Wanderer zwischen kulturellen Welten -

Stolz präsentiert Pasang Dagpa seinen kleinen Gebetsraum. Im Halbdunkel des Zimmers schimmern Fragmente goldener Buddhastatuen: Shakyamuni sitzt ruhig in Meditationspose, daneben ein Abbild des fünften Dalai Lama - geschmückt mit der gelben Mütze des Gelugpaordens. Vor den Skulpturen steht Torma, eine kunstvoll aus Butter und Mehl geknetete Speise für die Götter. "Ich stehe jeden Morgen um fünf Uhr auf, um hier noch vor der Arbeit zusammen mit meiner Frau zu beten" erzählt Dagpa. Er hat seinen Schrein selbst gebaut. Als gelernte Schreiner wollte er nichts dem Zufall überlassen. Akribisch arbeitete er bis ins letzte Detail. Ein sakrales Kleinod als Duplikat buddhistischer Gebetsräume in Tibet. Doch der Kultraum befindet sich nicht auf dem Dach der Welt, ist nicht Teil eines der gekalkten Flachdachbauten des Hochplateaus. Vielmehr liegt er rund 9.000 km westlich und 3.000 Höhenmeter tiefer im schweizer Ort Rikon.

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